Reality Check KI-Filme

Letzten Dienstag sahen wir gemeinsam mit etwa 50 Gästen in der Bernstein-Werkstatt die Folge “White Christmas” von der britischen Serie Black Mirror. Eine der eindrücklichsten Fragen war, ob Künstliche Intelligenz (KI), insbesonder Kopien der eigenen Intelligenz, die gleichen Rechte haben, wie Menschen. Ist es, wie in der Serie zu sehen war, ethisch vertretbar, dass eine KI, die handelt und wirkt als hätte sie ein Bewusstsein, zum Haussklaven missbraucht und mit Isolation gefoltert wird? Was meint ihr?

Auch wenn ein solches Szenario äußerst fantastisch bleibt, ist die Frage der Rechte von Robotern und KIs berechtig. Ab welchen Punkt wird es für uns von Bedeutung, wie wir eine Intelligenz behandeln? Meist stellt sich diese Frage erst, wenn eine KI im Film Sebstbewusstsein, Gefühle und kreative Problemlösung zeigt. Diese bezeichnet man als “starke KI”. Von der Entwicklung einer solchen Software sind wir noch relativ weit entfernt. Heute scheint es niemandem Kummer zu bereiten, ein Programm von seiner Festplatte zu löschen oder abzuschalten. Zudem wäre auch eine starke KI immer noch kein Lebewesen: Weshalb also, empfanden viele den Umgang mit der Künstlichen Intelligenz in der Serie als so ungerecht?

Bei Robotern, die umgestoßen oder geschlagen werden, verhalten sich Menschen ähnlich. Laut der Forscherin Kate Darling vom MIT/USA scheint es daran zu liegen, dass wir Roboter vermenschlichen. Dieser Vorgang nennt sich Antrophomorphismus. Je mehr Emotionen dem Roboter/der KI zugeschrieben werden und je mehr es als Wesen mit einer Geschichte und einem Namen versehen wird, um so mehr wollen wir ihm nicht schaden. Der Schutz menschähnlicher Wesen spiegelt für die Forscherin eine Art Selbstschutz wieder: Wir verhindern diese Gewalt, da wir nicht wollen, dass uns das gleiche zustößt. Mehr dazu hier: www.zeit.de/digital/internet/2013-05/roboter-ethik-kate-darling/seite-2

Als hätten wir uns abgesprochen erscheint prompt nach unserer letzten Veranstaltung in der Science-Fiction-Filmreihe ein Reality Check im Science Magazin zur Künstlichen Intelligenz in SF-Filmen. Es muss natürlich ein Ranking und eine Bewertung beinhalten. Der Gewinner ist 2001: Odyssee im Weltraum vom Regisseur Stanley Kubrik. In diesem Film steuert das Computerprogramm HAL  ein Raumschiff, das die Mission hat, herauszufinden, wohin ein mysteriöser Monolith Signale sendet.

http://www.sciencemag.org/news/2015/07/which-movies-get-artificial-intelligence-right?utm_source=newsfromscience&utm_medium=facebook-text&utm_campaign=AIright-5794

 

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