Vergiss mein nicht! – schräger Titel, schöner Film

Nächsten Dienstag am 31.5.2016 läuft der dritte Film in unserer Reihe Science Fiction in a Reality Check um 18 Uhr im Kommunalen Kino: “Vergiss mein nicht!” oder auf Englisch: “The eternal sunshine of the spotless mind”.

Hier ist der Trailer zum Film:

Charlie Kaufman erhielt für das Drehbuch einen Oskar. Er schrieb auch das Drehbuch für Being John Malkovich von 1999. 2015 erschien Anomalisa, ein  Film, bei dem er auch Regie führte. Bei Vergiss mein nicht! übernahm Michael Gondry die Regie. Charlie Kaufman beschäftigt sich in seinen Geschichten mit Traum und Wirklichkeit sowie der Verwirklichung von Wünschen und den Preis, den man dafür zahlen muss. Die Protagnonisten leben in, produzieren und leiden unter Illusionen. Seine Figuren sind auf einer verzweifelten Suche nach romantischer Liebe und Wertschätzung. Oft spielen die Fähigkeiten des Gehirns eine große Rolle: Die Ursachen für Persönlichkeit und Identität sucht Kaufmann besonders in Vergiss mein nicht! aber auch bei Beeing John Malkovich im Kopf seiner Protagonisten.

In Vergiss mein nicht! spielt er die Möglichkeiten und Gefahren des Vergessens durch: Was ist, wenn mein Partner sich entscheidet, mich zu vergessen? Wenn ich mich entscheide, ein schmerzhaftes Erlebnis zu vergessen? Wäre klinisches Vergessen ein Befreiungsschlag von Trennungschmerz? Oder verliert man dadurch einen Teil dessen, was eine Person ausmacht?

Jim Carrey, Kate Winslet und Kerstin Dunst spielen hervorragend und auch Elijah Wood (Frodo aus Herr der Ringe) kann überzeugen.

Dr. Philipp Kellmeyer stellt am Dienstag nach dem Film vor, welche Techniken heute angewendet werden, um zum Beispiel Menschen mit Posttraumatischer Belastungsstörung zu helfen. Er wird beschreiben, welche Vorstellungen von Erinnerungen, die im Film vorkommen, realistisch sind und welche von dem heutigen Stand der Forschung abweichen.

Der englische Titel weicht sehr vom deutschen ab und ist ein Zitat aus einem Gedicht Eloisa to Abelard von Alexander Pope:

“How happy is the blameless vestal’s lot!
The world forgetting, by the world forgot.
Eternal sunshine of the spotless mind!
Each pray’r accepted, and each wish resign’d;”
Weiter oben im Gedicht steht:
“Of all affliction taught a lover yet,
‘Tis sure the hardest science to forget!”
Der deutsche Titel hätte auch etwas inspirierter sein können.
Foto: Focus Features
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